Aktuelles

Uwe Danker/Astrid Schwabe (Hg.): Die NS-Volksgemeinschaft

In den vergangenen Jahren hat sich in der Geschichtswissenschaft eine produktive Debatte um den Begriff der NS-Volksgemeinschaft entfaltet. Obwohl nicht unstrittig, erweitert er das analytische Repertoire für das Verstehen und Erklären des Nationalsozialismus und kann als kanonisiert gelten. Bisher nicht diskutiert wurde der fachdidaktische Gehalt dieses Konzepts. Der vorliegende Band vereint Beiträge aus Fachwissenschaft und Geschichtsdidaktik. In den Fokus rücken didaktische Potenziale des Konzepts und seiner Umsetzung in der schulischen sowie außerschulischen Vermittlung der Geschichte von Nationalsozialismus und Holocaust. Herausforderungen und Gefahren einer intensiveren Beachtung der ›verheißungsvollen‹ Seiten der NS-Herrschaft im Kontext historischen Lernens werden dabei nicht außer Acht gelassen.

Auf den Seiten des VR-Verlags finden Sie eine Leseprobe.

Kirche und Land unterzeichnen Vereinbarung: In Dithmarschen entsteht der Historische Lernort Neulandhalle

Landesbischof Gerhard Ulrich (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland), Propst Dr. Andreas Crystall (Kirchenkreis Dithmarschen) und Kulturministerin Anke Spoorendonk haben am 7. April 2017 in Kiel eine Vereinbarung zum Aufbau eines Historischen Lernortes Neulandhalle in Dieksanderkoog (Kreis Dithmarschen) unterzeichnet.

Den ganzen Pressetext finden Sie hier (pdf).

Uwe Danker/Sebastian Lehmann-Himmel: Landespolitik mit Vergangenheit.

Im Auftrag des Landtags haben die Autoren mit weiteren Mitwirkenden personelle Kontinuitäten in der schleswig-holsteinischen Landespolitik nach 1945 und denkbare Auswirkungen auf politisches Handeln untersucht. Ergänzt um Autorenbeiträge findet sich in diesem Buch die komplette, in weiten Teilen Neuland betretende Studie. Dargestellt werden Projektanlage und -verlauf, die statistischen Ergebnisse zum „Fall Schleswig-Holstein“ auch im Vergleich zu anderen Bundesländern sowie auf Basis neuer Methodik die realen NS-Profile der untersuchten, namentlich aufgeführten 390 späteren Landespolitikerinnen und Landespolitiker.

Schließlich klären die Autoren anhand ausgewählter Landtagsaktivitäten, ob Schleswig-Holsteins Vergangenheitspolitik nun neu zu lesen ist. Eingeflochten in die Darstellung werden immer wieder einzelne Biografien erzählt. – Eine wissenschaftliche Studie, die alles andere als trocken und langweilig ist!

Aktuelle Medienresonanz auf die Studie:

Die Welt

Deutschlandfunk