Laufende Projekte

Projekt "Geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der personellen und strukturellen Kontinuität nach 1945 in der schleswig-holsteinischen Legislative und Exekutive"

Im Auftrag des Schleswig-Holsteinischen Landtag untersucht das IZRG die "personellen und strukturellen Kontinuitäten nach 1945 zu Staat, Verwaltung, NSDAP und NS-Organisationen in Schleswig-Holsteins Legislative und Exekutive" und dokumentiert sie in ihren sozialen und politischen Zusammenhängen, auch im Vergleich mit anderen Bundesländern. Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit bis Mai 2016.

Die Einordnung des „Falls Schleswig-Holstein“ ist zentraler Bestandteil der in der Ausschreibung des Landtags für dieses Projekt genannten vier Gegenstandsbereiche:

-       die Recherche und Dokumentation von NS-Belastungen späterer MdLs und Mitgliedern der Exekutive

-       die Einordnung und Bewertung der Befunde bezogen auf andere Bundesländer

-       die Frage einer schleswig-holsteinischen Sonderentwicklung

-       die Reintegration ehemaliger Nationalsozialisten und deren Auswirkung auf das politische Klima

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Lebensraum und Volksgemeinschaft im ehemaligen Adolf-Hitler-Koog: Der Historische Lernort Neulandhalle

Im Auftrag des Ev.-luth. Kirchenkreises Dithmarschen erarbeitete das IZRG in der ersten Jahreshälfte 2012 ein Konzept sowie zugleich eine Machbarkeitsstudie zur Neukonzeption der Nutzung der Neulandhalle im Dieksanderkoog als Vermittlungsort regionaler NS-Geschichte.

Die Neulandhalle, 1935 im damaligen „Adolf-Hitler-Koog“ gegründet, gilt heute als eine der ganz wenigen authentischen und architektonischen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein, in der sich nicht die Gräueltaten und Schrecken des NS-Regimes studieren lassen, sondern in der potentielle Besucher verheißungsvolle und vermeintlich positive Integrationsangebote der NS-Volksgemeinschaft erfahren können. Als feierlicher Versammlungsort, Tagungsstätte und Ersatzkirche lag ihre ursächliche Bestimmung darin, den Bewohnern des Kooges ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, der sozialen Nähe und Harmonie zu vermitteln. In und mit der Neulandhalle als Zentrum des homogen zusammengesetzten „Adolf-Hitler-Kooges“ wurde „Volksgemeinschaft“ inszeniert, mittels einnehmender Angebote, wie gemeinsamer Erntedankfeiern, Schulungen oder Jugend- und Eheweihen versucht, die „arische“ Mehrheitsbevölkerung, die politisch Folgsamen zu integrieren, ganze Massen zu mobilisieren.

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"Strukturwandel: Schleswig-Holstein als Land"

Das Forschungsprogramm „Strukturwandel: Schleswig-Holstein als Land“ umfasst fünf zentrale Bereiche der Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins nach 1945, zu denen jeweils eigenständige Projekte durchgeführt werden: Dabei handelt es sich um die Sektoren Landwirtschaft, Schwerindustrie und Tourismus sowie um die Bereiche Bildung und Bundeswehr als Modernisierungsfaktoren. Neben wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen beziehen sich die Projekte auf die Wahrnehmung und die Verarbeitung der tief greifenden Wandlungsprozesse durch die Betroffenen.

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Sammelband-Projekt: Joachim Steffen - Journalist/Politiker/Autor/Künstler

Uwe Danker gibt in Zusammenarbeit mit Dr. Jens-Peter Steffen (Koordination: Thorsten Harbeke) einen Sammelband über den SPD-Politiker, Journalisten, Autoren und Kleinkünstler Joachim „Jochen“ Steffen (1922-1987) heraus.

Den Kern des Bandes bilden etwa neun, vornehmlich von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erarbeitete biografische Studien zu verschiedenen Aspekten der Person: Von seiner Rolle als Landespolitiker über seine wissenschaftlich-theoretischen Arbeiten bis hin zum Kleinkünstler Steffen mit seiner (Bühnen-)Figur "Kuddl Schnööf" reicht hierbei die Bandbreite der Zugänge zu diesem auch über die Grenzen von Schleswig-Holstein hinaus bekannten und bedeutsamen (eben-nicht-nur-) Politikers.

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Projekt Ostland

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde aus den eroberten baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Teilen Weißrußlands das sogenannte Reichskommissariat Ostland gebildet und im Juli 1941 Schleswig-Holsteins Gauleiter und Oberpräsident Hinrich Lohse als Reichskommissar mit Sitz in Riga Chef der dortigen deutschen Zivilverwaltung.

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Lehrerhandreichung Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus

In Fortsetzung des Projekts „Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“ entsteht eine Lehrerhandreichung zu dem 2004/05 am IZRG entstandenen Hand-, Lehr- und Lesebuch „Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“. Die Handreichung soll eine vollständige idealtypische, lebensnahe und kompetenzorientierte Unterrichtseinheit zum Thema ‚Nationalsozialismus‘ auf regionalhistorischer Basis umfassen und Lehrkräften Hilfestellungen zur Arbeit mit dem NS-Band im Unterricht bieten.

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Regionalgeschichtliche Quellensammlung zum Nationalsozialismus

In Fortsetzung des Projekts „Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“ entsteht eine regionalgeschichtliche Quellensammlung zum NS in Schleswig-Holstein. Die Quellensammlung soll Lehrkräfte in die Lage versetzen, das Thema Nationalsozialismus anhand Quellen aus der Region beziehungsweise ihrem Schulort zu unterrichten.

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Hinrich Lohse – eine wissenschaftliche Biografie des schleswig-holsteinischen NSDAP-Gauleiters und Oberpräsidenten

Der einzelbiografische Zugriff auf die Vor-, Herrschafts- und Nachgeschichte des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein wie er mit dem vorliegenden Projekt vorgenommen wird, reiht sich ein in jüngere Forschungstendenzen, die den Gegensatz zwischen struktur- und personengeschichtlichen Ansätzen aufheben.

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